Beim Stöbern im Internet bin ich auf eine sehr interessante Blogparade gestoßen. In seinem Leben wird jeder irgendwann mal seine Ansicht grundlegend ändern. Wer behauptet, dass dies bei ihm nicht der Fall ist, der hat in meinen Augen ein doch recht ereignisloses Leben.

Katzen – mein Ein und Alles

Bis vor wenigen Jahren konnte ich mir beim Besten Willen nicht vorstellen jemals Hundehalter zu sein. Allein schon die Vorstellung mehrmals am Tag bei jedem Wetter mit dem Hund raus zu müssen, war für mich mehr als gruselig. Wie einfach hatte ich es da doch mit meinen Perserkatzen, denn diese gingen, wann immer es sein musste, auf ihr Katzenklo und stellten keine Ansprüche hinsichtlich Gassigehen an mich. So hatte ich zwei fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ich hatte ein Haustier zum Kuscheln und Liebhaben und musste aber nicht dauernd draußen rumrennen, weil die Katzen ein Bedürfnis hatten. Für mich war dies die Ideallösung.

Viele Jahre lebte ich dann ohne Haustier

Irgendwann kam dann der Tag, an dem meine geliebte Perserkatze von mir ging. Ich stand irgendwie unter Schock und gleichzeitig war mir auch klar, solch einen lieben Stubentiger kann es nie mehr geben. Also entschied ich mich, fortan ohne Haustier zu leben. Dies ging mehr schlecht als recht gut. Ich lernte dann einen neuen Partner kennen. Dieser ist ein bedingungsloser Freund von Tieren, aber eine Katze kam für ihn nie infrage. Ein Grund dafür mag natürlich seine Allergie sein. Irgendwann überlegten wir dann doch, dass ein Haustier irgendwie unser Leben bereichern würde. Nachdem eine Katze nicht infrage kam, wurde das Thema Hund aktuell. Mein Partner hatte aber Angst einen Hund ins Haus zu holen und sich zu sehr an ihn zu binden, denn irgendwann würde das Tier sterben und er war der Meinung, dass er dies nicht verkraften würde. So ging also wieder eine gewisse Zeit ins Land.

Bijou

Unser erster Hund © www.bolonkaliebe.de

Vielleicht doch ein Hund?

Eines Tages habe ich meinem Partner dann erzählt, dass eine bekannte sich einen Bolonka geholt habe. Wir haben dann erst mal im Internet geschaut, welche Hunderasse sich hinter einem Bolonka verbirgt. Als wir die Bilder sahen, war es um uns geschehen und wir wussten, wenn ein Hund, dann ein Bolonka. Wir haben uns also ausführlich mit dem Thema Hund beschäftigt, um herauszufinden, ob wir dem Hund überhaupt gerecht werden konnte. Für meinen Partner stand ja immer noch die Angst vor dem Verlust im Raum. Nach etlichen Gesprächen mit Züchtern und auch mit Hundeschulen hatte er einen Weg gefunden mit einem eventuellen Verlust umzugehen. Also stand einem Hund nichts mehr im Wege und die Suche begann.

Der erste Hund für mich

Wir wurden sehr schnell fündig und haben Kontakt mit einer Züchterin für Bolonkas aufgenommen. Dort haben wir dann sehr viel über die Rasse gelernt und durften auch ihre Hunde hautnah kennenlernen. Das Eis war gebrochen und wir nahmen tatsächlich einen ihrer Welpen bei uns auf. Ich hatte also plötzlich einen Hund, dem man bis heute noch nicht widerstehen kann. Jeder, der mich kannte, insbesondere meine Söhne, sagten, dass sie mir jedes x-beliebige Haustier zugetraut hätten, aber niemals einen Hund. Ich habe sie alle eines Besseren belehrt, als zwei Jahre später eine Schwester unserer Bijou zu uns ins Haus kam. Die Rede ist von Laylah, auch eine Bolonkahündin.

Bijou und Laylah

Unser aller Sonnenschein © www.bolonkaliebe.de

Nie mehr ohne Hund

Heute nach insgesamt vier Jahren als Hundebesitzerin kann ich sagen, wie konnte ich nur ohne Hund leben. Unsere beiden haben ein so aufgeschlossenes Wesen. Sie begrüßen uns bei jedem nach Hause kommen, als wenn sie uns Jahre nicht gesehen hätten. Sie sind einfühlsam und waren so manches Mal Tröster in schweren Stunden. Und was das rausgehen betrifft. Was soll ich Euch sagen, es ist für mich vollkommen Normales und bereitet mir viel Freude. Man kann während des Tages einmal mal abschalten und die Natur genießen. Und wenn man dann sieht, wie die beiden miteinander toben, ist sowieso alles vergessen, was mir bis vor wenigen Jahren noch das Halten eines Hundes als völlig abwegig erschien.

Jeder kann sich oder seine Meinung grundlegend ändern

Aus eigener Erfahrung kann ich hier also sagen, dass jeder sich und natürlich auch seine Meinungen und Ansichten im Laufe seines Lebens nicht nur einmal grundlegend ändern kann. Heute kann ich mir zum Beispiel nicht mehr vorstellen, jemals ohne Hund zu leben. Damit ihr seht, was ich meine, habe ich für unsere beiden sogar eine eigene Seite im Netz kreiert.

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